Jonges sind verärgert

Vor zwei Jahren wurde am Ginkgobaum (oder auch Ginkobaum) auf dem Gelände des Adam-Josef-Cüppers-Berufskollegs im Beisein des Integrationsbeauftragten des Landes NRW, des Vorsitzenden des Ratinger Integrationsrates und dem Bürgermeister Harald Birkenkamp durch den Baas der Ratinger Jonges die vom Heimatverein gestiftete Tafel eingeweiht.

Der hierauf gravierte Sinnspruch „Leben, einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht“ sollte die zahlreichen Anstrengungen zur Integration ausländischer Mitbürger in unserer Stadt symbolisieren. Die Freude über dieses Ereignis währte jedoch nur kurz: Schon bald war die Gedenktafel verschwunden. Anlässlich des Dreck-Weg-Tages wurde sie zufällig im Gebüsch der Parkanlage wiedergefunden und erneut angebracht. Doch auch dies war nicht von Dauer.

Im Sommer dieses Jahres wurde nicht nur die Tafel, sondern auch der gesamte Unterbau zerstört. Eine Ortsbesichtigung ließ nur den Schluss zu, dass auch dieses Mal Vandalismus zu Grunde gelegt werden musste.

Der Verein Ratinger Jonges ließ sich nicht entmutigen. Als Zeichen der ungeschmälerten Anerkennung der Integrationsbemühungen in unserer Stadt wurde die Gedenktafel erneut an ihrem angestammten Platz angebracht, in der Hoffnung, dass vermehrt Ratinger Bürger ein wachsames Auge auf die Örtlichkeit werfen.

In Gegenwart von Baas Georg Hoberg, Vizebaas Leo Schleich und dem Vorstandsmitglied für Stadtbildpflege Guido Multhaupt wurde die neue Tafel aufgestellt.

Die Ratinger Jonges wünschen sich für die Zukunft, dass dieses Zeichen der Integration Bestand hat und nicht die Zerstörungswut Oberhand behält.