Finnlandreise

Am nördlichen Polarkreis

Unzählige Eindrücke, 1000 Seen, Millionen Mücken und 29 Jonges – und auch Mädels – aus Ratingen: das war die große Finnlandreise, die die Mitglieder des Heimatvereins im Juni für zehn Tage gen Norden geführt hat. Wobei: Das mit den tausend Seen stimmt ja gar nicht. In Wirklichkeit sind es mehr als 188 000 Seen, mit denen Finnland gesegnet ist. Und von den Mücken geplagt wurde die Jonges-Gruppe auch nicht über die Maßen. Aber mit unvergesslichen Eindrücken im Gepäck sind sie alle zurückgekehrt. Das lag nicht nur an ihrem kompetenten und freundlichen Reiseleiter Arto Jokela, sondern auch an der fantastischen Landschaft, herrlichen Natur, an den vielen Sehenswürdigkeiten und Begegnungen während der Reise. Jokela war jahrelang Tourismus-Chef in Ratingens finnischer Partnerstadt Kokkola. Obwohl er seit zwei Jahren im Ruhestand ist, hat er es sich nicht nehmen lassen, den Jonges diese erlebnisreiche Route zusammenzustellen und sogar selbst die Reiseführung zu übernehmen. 

Das Programm bot eine gelungene und abwechslungsreiche Mischung aus Kultur und Natur, Freizeit und Gemeinschaft, und obwohl die Gruppe auf der Rundreise viele Stunden  zwangsläufig im Bus verbringen musste, wurde es auch während der 200 bis 400 Kilometer langen Tagesetappen dabei nie langweilig – dank Arto Jokela. Denn der hatte den Jonges nicht nur allerhand Wissenswertes über Land und Leute nähergebracht (dass Finnland beispielsweise seit genau 100 Jahren eine unabhängige  Demokratie ist), sondern mit ihnen auch finnische Volkslieder gesungen. In der Partnerstadt Kokkola wurden die Jonges als Botschafter Ratingens herzlich empfangen und verwöhnt – unter anderem mit landestypischen Leckereien: Lachssuppe, Roggenbrot und hausgemachtem Bier. Für Reiseleiter Karl-Heinz Dahmen war es der mittlerweile fünfte Besuch in Finnland, und dennoch entdeckte er immer noch Neues. Am meisten schätzt er nach wie vor „die beeindruckende  Natur und die großartige Ruhe“.

Im Städtchen Nurmes war der Besuch der deutschen Reisegruppe der Lokalpresse sogar ein längerer Bericht samt Foto wert. Auch staunte man über das straffe Besuchsprogramm der Gäste: Finnisches Glasmuseum, Kunstmuseum, Dom von Tampere, die alte Holzkirche in Petäjävesi, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, Stadtrundfahrt in Kokkola, Bootstour zu Insel Tankar, Besuch im Haus des Weihnachtsmanns, Nationalparks, Naturzentren, Spaziergänge in der hellen Sommernacht und zum Abschluss die Hauptstadt Helsinki mit ihren Sehenswürdigkeiten. Die Tour blieb allen Teilnehmern in bester Erinnerung. Baas Georg Hoberg brachte es auf den Punkt: „Finnland ist ein phantastisches Land. Hier ruht die Seele.“