Sanierung des Portikus

Foto: V.Schrimpf

Eine illustre Gästeschar, an der Spitze Bürgermeister Konrad Pesch, waren anwesend, als der Baas der Ratinger Jonges, Georg Hoberg, den sanierten Portikus an die Stadt Ratingen übergab.

Das Blasorchester der Musikschule der Stadt Ratingen unter Leitung von Paul Sevenich begleitete die Zeremonie.

Klaus Hamacher, im Jongesvorstand zuständig für historische Bauten, erklärte den Gästen die Vorgehensweise der Sanierung.

Die Ratinger Jonges haben wieder ein Projekt realisiert – den Portikus. So haben sie geholfen, die Stadt Ratingen wieder ein Stück schöner zu machen. Mit dem Portikus haben sie sich eine schwierige  Aufgabe gestellt.

Seit fast 60 Jahren versuchen die Ratingen Jonges, treu nach den Vorgaben ihrer Urväter, die Mundart zu pflegen und sich für die Erhaltung und Verschönerung ihres alten Stadtbildes einzusetzen.

Nicht nur die strengen denkmalrechtlichen Vorgaben der Sanierungsarbeiten am Portikus, sondern auch das Restaurierungskonzept am Friedhofskreuz mussten beachtet  werden.

Der Portikus wurde 1809 aus Bruchsteinen einer Kapelle vor dem Platz vor St. Peter und Paul auf dem Gelände des heutigen Ehrenfriedhofs gebaut und umrahmt das alte Friedhofskreuz. Bereits  seit 1786 befanden sich hier die beiden christlichen Friedhöfe.

Das Friedhofskreuz wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von dem Künstler Osterspay geschaffen.

Es ist unter anderem ein Kreuz der „Sieben Fußfälle“, einem Bittweg, der rund um Ratingen führt und Gläubigen dazu dient, für einen kranken, nahestehenden Menschen zu beten.

1925/26 wurde die Umwandlung zum Ehrenfriedhof und Kriegergedenkstätte vollzogen. Zeugen dieser ehemaligen Nutzung sind einige Grabmale.

Erstmals 1992/93 wurde das Bauwerk durch die Ratinger Jonges saniert.

Doch für das Bauwerk mit Kreuz, das offen und damit auch willkürlichen Beschädigungen und Verschmutzungen ausgesetzt ist, sind ein fast ¼ Jahrhundert ohne Wartung eine lange Zeit.

Nach ersten Überlegungen im Herbst 2013 mit anschließender Begehung wurden gravierende Mängel festgestellt.

Der Vorstand entschied sich für eine umfangreiche Sanierung des Gebäudes und für die Restaurierung des Kreuzes. Die beiden Verantwortlichen im Vorstand der Jonges, Klaus Hamacher, zuständig für historische Bauten und Guido Multhaupt, zuständig für Stadtbildpflege, nahmen sich der Sache an. Während der Halbjahresversammlung am 14.03.2014 stellten sie das Projekt den Mitgliedern vor. Mit überwältigender Mehrheit fanden die Maßnahmen bei der Mitgliedschaft ihre Zustimmung.

Nach Zusagen der Stadtverwaltung und den denkmalrechtlichen Genehmigungen wurde folgende Vorgehensweise der Sanierung und Restaurierung durchgeführt:

Der Dachstuhl des Portikus wurde teilweise erneuert, der Giebel mit neuen Tragbalken versehen und die Außenhaut gestrichen.  

Beschädigungen am Kruzifix wurden verkittet, anschließend wurde die gesamte Oberfläche mit Kunstharz und Acrylfarben versehen.

Auch wurde das unmittelbare Umfeld gärtnerisch neu gestaltet und neue Hinweisschilder installiert.

Eine Beleuchtung des historischen Kleinods lässt zukünftig den Portikus mit Kreuz in neuem Glanz erscheinen.

Dank einer großzügigen Spende eines Ratinger Bürgers konnte das Projekt schnellstmöglich umgesetzt werden.