Globales Klima - Lokales Handeln

Wie soll die Welt von morgen aussehen?

Dazu trafen sich am 12. Dezember 2015 196 Staaten zum Klimagipfel in Paris. Schon jetzt simulieren Forscher diese Zukunft an echten Modellen, ob im Meer, in den Seen oder in den Wäldern und stellen dabei fest, dass die Alarmglocken, bedingt durch Klimaveränderung, laut schrillen.
Bei diesem Klimagipfel einigte man sich, dass eine Energiewende, um den Kampf gegen die Erderwärmung aufzunehmen, unabdingbar ist. Das bedeutet zukünftig in kleinen Schritten: Ausstieg aus der Kohle, weg vom Öl und den Atomausstieg. Bis 2050 soll dann die Vollversorgung mit erneuerbaren Energiequellen: Sonne, Wind, Wasser und Biomasse abgeschlossen sein. Ist dies überhaupt möglich? Die Politik kommt zu dem Schluss: Ja.
Zu diesem Thema hatten die Jonges den Energieexperten Dr. Harald Müller-Witt eingeladen.
 
Der Istzustand sei trostlos, so Dr. Müller Witt. Eine der Herausforderungen der Zukunft wird sein, den Ausbau der regenerativen Energien mit den Stromnetzen zu synchronisieren. Weitere wichtige Punkte sind die Speichertechnologien, eine intelligente Steuerung und generelle Energieeinsparungen. Außerdem ist die Nutzung regenerativer Energien ökologisch, und ökonomisch sinnvoll.
 
Aber was bedeutet dies für den einzelnen Bürger und wie ist das möglich.
Das Bewusstsein, mit der Energie sorgfältig umzugehen, sei bei den meisten Menschen bereits vorhanden. Aber dieses Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft. Alleine die Bereiche Beleuchtung, Haushaltgeräte und Häusersanierungen sind Eckfeiler, bei denen man mit der Energie behutsamer umgehen sollte.
Je schneller die konventionellen Energieträger verzichtbar werden, desto besser wäre dies für das Klima, die Umwelt und für die Gesellschaft.
 
Und wie ist die Stadt Ratingen für die Zukunft aufgestellt?
Dr. Müller-Witt: die Politik der Stadt hätte begriffen, dass eine weitere Erderwärmung der Stadt und ihrer Umgebung größeren Schaden zufügen kann als bisher bekannt. Schüler der Grundschulen lernen mit Unterstützung der Stadt inzwischen im Sachunterricht das Thema  Klimawandel.
Auch haben sich Arbeitsgruppen mit freiwilliger Bürgerbeteiligung das Thema Klimawende auf die Fahne geschrieben.
Ein guter Anfang, so Dr. Müller-Witt. Ob die Zusammenkunft in Paris mit dem historischen abgeschlossenen Klimavertrag der große Befreiungsschlag wird, zeigt die Zukunft.