Spurensuche in Gerresheim

Für ihren Jahres-Programmpunkt Spurensuche, machten die Ratinger Jonges sich dieses Mal auf den Weg, den ältesten Stadtteil Düsseldorfs zu erkunden.

Begleitet wurden sie von dem Experten, Peter Schulenberg, Initiator und Ideengeber des Fördervereins Industriepfad Düsseldorf-Gerresheim e.V.

Das Herz der Stadt Düsseldorf, so Schulenberg, schlägt zum größten Teil in Gerresheim, denn Gerresheim hat eine weit zurück reichende Geschichte.

Der Ursprung des Stadtteils, ist eine Frauengemeinschaft, die als eine Stiftung des fränkischen Adligen Gerricus bereits im 9. Jahrhundert eingerichtet wurde.

Auf dem historischen Zentrum Gerresheims, dem Gerricusplatz, steht die 1236 geweihte Stiftskirche St. Margaretha. Eine  der besten erhaltenen Kirchen der Stauferzeit.

Außerdem beeindruckt Gerresheim mit einem mittelalterlichen Flair und seinen vielen gut erhaltenen Altbauten.

Bis 1909 war Gerresheim eine eigene Stadt. Erst dann wurde sie nach Düsseldorf eingemeindet.

Gerresheim steht aber nicht nur für die historische Vergangenheit, sondern auch für ein Stück Industriegeschichte. Die Gerresheimer Glashütte war Arbeitgeber für viele Menschen aus ganz Europa. Sie sprechen sogar ihren eigenen Dialekt, das Hötter Platt. Ein Teil der sozialen Einrichtungen zum Beispiel die Arbeiterwohnungen, stehen heute unter Denkmalschutz. Aber nicht nur die ehemals weltgrößte Glashütte sondern auch die älteste Bahnstation Westdeutschlands sowie der letzte noch existierende Ziegelringofen stehen in Gerresheim.

Der Charakter aber ist heute noch der einer eigenen gut funktionierenden Kleinstadt mit einer hervorragenden Infrastruktur.

Schulenberg vermittelte den Jonges viel Wissenswertes über einen Teil unserer Nachbarstadt Düsseldorf.