Was führt nicht zur Sucht?

Die Ratinger Jonges lassen in ihrem Veranstaltungskalender kein Thema aus.

Wie reagieren die Menschen auf den Begriff Sucht, und wer spricht schon gerne über dieses Thema, denn grundsätzlich führt alles was Freude macht zu einer gewissen Abhängigkeit, so Dr. O. Lask, leitender Facharzt  für Suchttherapie des Fliedner-Krankenhaus in Ratingen–Lintorf, der als Gastredner durch den Abend führte.

Zahlreiche Besucher waren dem Aufruf gefolgt, sich über die Problematik der Sucht zu informieren.

Durchschnittlich würden Jugendliche bereits mit 14 Jahren ihre erste Zigarette rauchen oder erstmals mit Alkohol in Berührung kommen. Schon wäre ein Einstand zu einer späteren Abhängigkeit gegeben. Oft wird das durch Tricks der Werbung beeinflusst, die immer wieder versucht, sich den Sehnsüchten zum Konsum zu öffnen. Eine große Manipulation!!

Dr. Lask ging auf die verschiedenen äußeren Einflüsse und Formen der Sucht ein. Vor allen Dingen die Suche nach Anerkennung und Zuneigung ist oft der Grund sich Süchten zu öffnen, um eine gewisse Befriedigung zu erlangen.

Nicht nur Alkohol, Nikotin, Magersucht, Drogen, Spielsucht sondern auch Computersucht könnten zu einer Abhängigkeit führen.

Ein Ausstieg in ein normales Leben bringt anschließend viele Entbehrungen mit sich. Abgesehen von den riesigen Kosten für Aussteigerversuche ist letztendlich die Gesundheit einem großem Risiko ausgesetzt. Um eine Rückfallquote so gering wie möglich zu halten, sind frühzeitige Präventivmaßnahmen einzuleiten, so Dr. Lask. Hier sind an erster Stelle die persönliche Erkenntnis über die Krankheit und Selbsthilfegruppen zu nennen. Er verstand es diese nicht alltäglichen Themen spannend darzustellen.