Besuch Alte Syngoge in Essen

Die von 2008 bis 2010 umgebaute Alte Synagoge hat eine eindrucksvolle, bauliche und geschichtliche Vergangenheit, die von einer Gruppe Ratinger Jonges besucht wurde.

Bereits 1911 wurde der Synagogenbau geplant. Er sollte zeigen, dass das Judentum in der deutschen Gesellschaft angekommen war. Die 1913 eingeweihte Synagoge war aber nur für knapp 25 Jahre der kulturelle Mittelpunk für ca. 4.500 Mitglieder.

Denn in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, der sogenannten Novemberpogrome 1938, fiel dieses wunderschöne Gebäude, wie so viele kulturelle und historische jüdische Einrichtungen durch Zerstörung und Brandschatzung der nationalistischen Denke zum Opfer.

Sie war bis zu diesem Zeitpunkt das größte freistehende Synagogengebäude nördlich der Alpen und blieb bis 1959 als Ruine ungenutzt.

Die Stadt Essen errichtete dann in dem früheren Synagogenbau ein Museum für Industriedesigne. Erst 1986 rekonstruierte man den Innenraum so, dass die alte jüdische Begegnungsstätte wieder erkennbar war. Aber erst 2008 entschloss man sich das Gebäude wieder als Haus jüdischer Kultur weiterzuentwickeln. Nach weiteren Umbaumaßnahmen ist die Alte Synagoge heute die Begegnungsstätte jüdischer Kultur. Eine lange Tradition lebt so wieder auf. Außerdem ist dieses markante Gebäude heute ein Mittelpunkt in der Essener Innenstadt.