Vorsorge und Erbfall, ein Info-Abend

Wer spricht schon gerne über die Zeit, wenn plötzlich alles beschwerlicher wird, wenn man gar zum Betreuungsfall wird oder im schlimmsten Fall: Was ist, wenn einer von uns gehen muss?


Die ernsten Themen Betreuung und Erbe werden bisweilen gerne auf die leichte Schulter genommen, deswegen veranstalteten die Ratinger Jonges einen Info-Abend zu diesen Themen. Als Referent hatten die Jonges Notar Dr. Jens Bormann eingeladen.
Wie nicht anders zu erwarten, war der größte Teil der Besucher älteren Semesters. „Es ist allzu menschlich und ein überaus sensibles Thema, diese unangenehmen Fragen des Lebens zu verdrängen“, so Dr. Bormann.
Getrennt nach zwei Themenbereichen, Vorsorge und Betreuung und Vorsorge für den Erbfall, gestaltete Dr. Bormann den Abend.
Ganz überraschend durch Krankheit oder einen Unfall kann sich das Leben eines Menschen radikal verändern. Vielfältige Möglichkeiten stehen dann den Betroffenen zur Verfügung. Wenn mit einer Betreuungsverfügung, einer Vorsorgevollmacht oder einer Patientenverfügung bereits im Vorfeld Vorsorge getroffen wurde, wäre das der Idealfall. Ist dies nicht der Fall und tritt eine Betreuungsbedürftigkeit ein, ist es für eine personenbezogene Regelung für den Betroffenen meistens zu spät.
Auch die Vorsorge für den Erbfall ist laut Dr. Bormann äußerst wichtig. So können im Nachhinein eventuell gerichtliche Auseinandersetzungen vermieden werden. Auch in diesem Fall sollten die Menschen frühzeitig Vorsorge treffen und realisieren.
Wer erbt, bestimmt grundsätzlich das Gesetz, aber das Erbrecht lässt sich auch testamentarisch regeln. So hat das vom Erblasser handschriftlich detaillierte verfasste Testament viele Vorteile gegenüber der gesetzlichen Erbfolge. Anhand von mehreren Beispielen erklärte Dr. Bormann den Zuhörern die dann eintretende Sachlage.
Eine Menge Fragen musste Dr. Bormann anschließend den Zuhörern beantworteten. Ein Abend, der sich gelohnt hat, ein Abend für die Vorsorge.