Mer bede on senge op Platt

Die heimische Sprache nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, das ist das große Anliegen des Mundartkreises der Ratinger Jonges.

Da Liturgie und Leben eng miteinander verknüpft sind, spielt dies auch während der Messfeier in Mundart traditionell eine große Rolle.

Bereits seit 1997 gestaltet der Mundartkeis der Jonges Mundartmessen und die gehören inzwischen zum festen Bestandteil des größten Heimatvereins der Stadt.

Friedel Bonn, der Leiter des Mundartkreises, seine Mitstreiter, Pfarrer Karl Ernst Vogelbusch und Hans Müskens haben in vielen Stunden zum Gelingen der Messe beigetragen. Intensive Arbeit steckt in den Übersetzungen der Lieder und Gebete. Es wurde aufgeschrieben, geübt sowie Aufgaben verteilt, bis es endlich soweit war.

Sehr gut besucht präsentierte sich dann die evangelische Stadtkirche in Ratingen, als der Baas der Jonges, Georg Hoberg, die Kirchenbesucher mit den Worten hezzlich weelku`eme zum Monkartjottesdienst mit dem Thema: Erntedank,“Mer bede on senge op Platt“, begrüßte. 

Wenn die Besucher während der Messe inbrünstig sangen und beteten, entstand im Kirchenraum eine besondere Atmosphäre. So zum Beispiel:

 

Du Herrjott jöfs ons öwerall, Din Jnad on Dinne Seje,

on häs ons noh dem Sündefall jebreit ob reite Weje.

Mer lobe Desch, mer ehre Desch, mer sare Dank,

och Dinne Jong, on Jeist em Himmel.

oder

Dröm wöhd hütt Dank jesaat

On alle Daach em Leèwe

För dat, wat Du jemaat

On wat Du uns jejeewe.

Mer wore noch janz kleen,

do fing Din Ju`etheet aan,

Herrjott, mer denke draan.

oder

Lob unse Herrjott, he hät ons dat Leewe jejewe,

Loss tons de Stemme zor Ehr`on zom Danke erhewe,

Mer wolle treu, an jedem Daach widder neu,war dieser Gottesdienst etwas Besonderes.

jläubisch sin Jüte erlewe.

Auch wenn man nicht immer alles verstanden hatte, war dieser Gottesdienst etwas Besonderes.

Den nicht unwesentlichen Betrag, den die Kollekte erbrachte, möchte der Mundartkreis einer sozialen Einrichtung zur Verfügung stellen.