Die Geschichte der Hauser Kapelle

Die Hauser Kapelle ist ein aus dem 17. Jahrhundert stammender Barockbau mit Glockentürmchen. Sie gehörte ursprünglich zum Rittersitz „Haus zum Haus“, dessen Besitzer sie nach einer Hochwasserkatasrophe errichten ließ.

Die Kapelle wurde 1685 gebaut. Ein Wappen der früheren Besitzer von Haus zu Haus, das Allianzwappen, erkennt man im Giebeldreieck.

Die Hauser Kapelle ist auch eine Station der sieben Fußfälle, das sind Kreuze, die um die Stadt herum aufgestellt wurden und an denen man betete, wenn Unheil die Familie traf. Vor allem Kinder brachen zu diesem an sieben Kreuzen vorbeiführenden Bittgang auf, um für einen kranken Verwandten zu beten.

1945 wurde die Kapelle stark beschädigt und nur notdürftig repariert. 1986 wurde die Kapelle mit Spenden des größten Heimatvereins unserer Stadt „Ratinger Jonges e.V.“ restauriert und damit vor weiterem Verfall bewahrt. Mit dieser Aktion zeigten die Jonges erstmalig, wie durch die Initiative engagierter Bürger ein sehenswertes Baudenkmal erhalten werden kann. Gleichzeitig übernahm der Verein das Patronat über die Kapelle und man trifft sich seit dem einmal jährlich zu einem ökumenischen Gottesdienst. 2008 stellte der Ratinger Jong, Wilhelm Blasberg, den Kontakt zu dem bekannten Düsseldorfer Künstler Bert Gerresheim her. Seitdem schmücken Bilder mit den Kreuzwegstationen von Gerresheim den Innenraum und bilden einen deutlichen Kontrast zu der einfach gestalteten Kapelle. Aber der Zahn der Zeit nagt an diesem historischen Bauwerk, sodass es an der Zeit ist, eine Sanierung vorzunehmen. Das Dach, der Innenraum und auch die komplette Außenhaut bedürfen einer Grundsanierung.

 

D. W.